Biozid

Biozidproblematik: Arsen und Tierpräparate

Tierpräparate, welche vor 1970 hergestellt wurden, können mit Arsentrioxid belastet sein. Diesbezüglich sind folgende Punkte wichtig:

·       Arsentrioxid ist bei Raumtemperatur nicht flüchtig, es entstehen keine "Arsengase". Das Arsen sammelt sich aber durch abbrechende Haar- und Federteilchen im Staub an. Dieser Staub kann eingeatmet werden, wodurch eine Gefährdung entstehen kann.

·       Alte Tierpräparate müssen nach Möglichkeit mit einer Glas- oder Plexiglashaube abge- deckt oder in einer Vitrine aufgestellt werden. Entstehender Staub muss regelmässig mit einem feuchten Tuch von der Unterlage weggewischt werden.

·       Tierpräparate sollten grundsätzlich nicht berührt werden. Nach einer ungewollten Be- rührung oder nach dem Abstauben um die Objekte sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Durch Einhalten dieser einfachen Vorsichtsmassnahmen können arsenhaltige Präparate gefahrlos aufbewahrt oder zu Unterrichtszwecken ver- wendet werden.

·       Der Arsengehalt im Präparat kann relativ einfach zerstörungsfrei gemessen werden, um Gewissheit über eine mögliche Gefährdung zu erhalten. Der VNPS vermittelt Kontakte zu Firmen, die entsprechende Messungen durchführen können.

·       Der VNPS bietet unter info@vnps.ch Beratungen im Umgang mit alten oder Arsen belasteten Präparten an.

·       Wir raten dringend davon ab, Präparate aus Angst oder mangelndem Wissen einfach wegzuwerfen!

·       Präparate haben einen gewissen Wert (Herstellungswert), je nach Objekt sind sie aber nicht mehr beschaffbar und können einen Seltenheitswert haben.

·       Tierpräparate können auch kulturhistorisch interessant und wertvoll sein.

·       Wenn sich jemand von seinen Tierpräparaten trennen will, soll er sich unbedingt recht- zeitig an Fachstellen (Museen, Ornithologische Verbände, VNPS, ...) wenden, um den naturwissenschaftlichen und kulturhistorischen Wert der Objekte abzuklären!

·       Mit Arsen belastete Objekte dürfen nicht im Hausmüll weggeworfen, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden.

·       Der Handel mit Tierpräparaten ist gesetzlichen Bestimmungen unterworfen (Arten-schutzbestimmungen). Aus diesem Grund werden sie von Museen nicht angekauft, sondern in der Regel nur als Schenkung übernommen.


Einen guten Überblick über die Thematik und nützliche Verhaltensempfehlungen finden sich auf Seite 16 des Leitfadens des Kantonalen Labors Zürich, welcher für Schulen ausgeabeitet wurde.

Link zum Leitfaden